Thomas Backus

Thomas „Gus“ Backus

Ich schreibe, also bin ich. Aber ist das wirklich so einfach? Ich könnte ein Pseudonym sein, oder ein Ghostwriter für ein übersinnliches Wesen …

… nein, ich denke, ich bin wirklich. Zumindest wage ich das zu behaupten.

Ich wurde geboren (ehrlich!) und habe in der Schule viel Unnützes (Lesen - womit man doch nur seine Zeit verplempert – aber immerhin besser als Fernsehen) und Nützliches (Schreiben – davon profitiert jetzt Ihr, ja genau IHR) gelernt. Trotzdem ergriff ich einen handwerklichen Beruf. Handwerk hat goldenen Boden, sagt man. Ganz auf meine kulinarischen Neigungen vertrauend wurde ich Metzger.

Hat mich das satt gemacht? Ja! Und glücklich? Nicht so ganz ...

Ich merkte nämlich sehr schnell, dass ich in meinem Beruf überqualifiziert war, als mich ein damaliger Chef fragte: „Thomas, Du sprichst doch englisch?“ – „Ein bisschen!“ – „Was heißt On und was heißt Off?“

Nun, ich ging wieder On the way und Off the Metzgerei.

Jetzt schreibe ich. Hat mich das glücklich gemacht? Ja, immer wenn eine Geschichte von mir abgedruckt wurde, wenn ich positive Kritik bekomme - und besonders, wenn ich bei öffentlichen Lesungen sehe, wie sie den Zuhörern gefällt.

Macht mich satt? Nein, aber dafür gibt’s ja Hartz IV … die Zähne werden zwar immer schlechter, aber sie haben wenigstens was zum Beißen!

Wie auch immer, auch Lovecraft fristete ein armseliges Dasein, und der Mann war ein Genie.

Ob ich auch ein Genie bin? Aber sicher, ein verkanntes!

Ihr seht, ich bin wirklich, denn wenn ich mir mein Leben ausgedacht hätte, besäße ich eine Flotte von Mercedes (wie ist da eigentlich der Plural?) und einen Haufen williger Schönheitsköniginnen (aber bitte ohne Silikon) als literarische Groupies.

 

Mitglied der apokalyptischen Schreiber

                          "Hunger Gus"

Beiträge in Ausgabe: WdG - 2, - 4, - 5

WdGS - Seelords, - Das Geheimnis der Totengräber