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Terra Fantasy 22 Das Mädchen und der Magier
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Der Kampf des Hexenmädchens Sie sind die Kinder eines Erdenmanns und einer Frau aus dem Alten Volk: Kyllan, der Krieger, Kemoc, der Denker, und Kaththea, das Hexenmädchen. Sie brachen den Bann des Vergessens, der seit langer Zeit über Escore lag, dem mystischen Land im Osten. Das Grüne Tal wurde ihre neue Heimat - und zugleich der Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen den Kräften des Lichts und der Kreaturen der Dunkelheit. Um die Bewohner des Grünen Tales vor ihren Feinden zu schützen, macht sich Kaththea auf eine gefährliche reise. Sie geht durch das Weltentor und sucht die Hilfe des Adepten. Vorwort von Hugh Walker: Dies ist der fünfte in sich abgeschlossene Band des HEXENWELT-Zyklus. Damit findet der Zyklus ein Ende, wenn auch noch weitere Bände folgen werden, die jedoch mit den Geschehnissen um Simon Tregarth, Jaelithe und die Drillinge in keinem Zusammenhang mehr stehen. Simon Tregarth, ein Mensch aus unserer modernen Welt, und die Hexe Jaelithe waren die Hauptfiguren der ersten beiden Bände. Ihr Kampf galt den Koldern, einer fremden Rasse, die durch ein Dimensionstor auf die Hexenwelt gelangt war und ihren Machtbereich auszudehnen trachtete. Der Verbindung Simons und Jaelithes entsprossen Drillinge; Kyllan, der Krieger, Kemoc, der Denker, und Kaththea,die Hexe. Andre Norton beschrieb im dritten Band die Abenteuer der Drillinge aus der Sicht Kyllans, im vierten aus der Kemocs. Im vorliegenden Band ist Kaththea die Heldin. Das bringt uns in den interessanten Bereich weiblicher Fantasygestalten. Es gibt nicht viele. Schwert und Magie ist eine typische Domäne männlicher Heldengestalten. Im feudalen Glanz vorgeschichtlicher Königreiche und in den blutigen Zeiten, da so etwas wie Friede eine höchst unsichere Sache war, galten das Schwert und der starke Arm viel. Die Trennung in starkes und schwaches Geschlecht mußte hier besonders deutlich sein. Das Abenteuer mit dem Schwert in der Faust konnte nur wenigen Außenseiterinnen vorbehalten bleiben, etwa Jiril von Joiry, der Roten Sonya von Rogatino, der Schwarzen Agnes De La Fere, oder Belit aus der CONAN-Serie zu einem gewissen Teil. Nicht einbeziehen möchte ich hier passive Heldinnen, wie etwa Prinzessin Cija aus Jane Gaskells Atlantis-Serie.
Ich
möchte hier zu diesem Thema Andre Norton selbst zitieren: "Im allgemeinen
sind die Helden der meisten Schwert-und-Magie-Stories übermenschliche männliche
Heldengestalten (umherziehende Söldner oder Abenteurer, was sie für den Autor
sehr beweglich macht und ihm großen Spielraum gibt). Robert E. Howards CONAN
ist sicherlich der bekannteste aus dieser Clique, außer man zählt Burroughs
John Carter dazu. Howards Stories mögen ein wenig stereotyp sein, doch seine
Beschreibungen düsterer Ruinen und unvergleichliche Action stellen sie an die
Spitze des Genres. Dann haben wir John Jakes´ BRAK, einen wikingerähnlichen
Abenteurer, dessen Abenteuer von Band zu Band mehr Freunde gewinnen, Lin Caters
THONGOR VON LEMURIEN und Fritz Leibers unschlagbaren Typen, FAFHRD und den
GRAUEN‑MAUSLING.
Danebern
haben wir Michael Moorcocks düstere und tragische Gestalten, ELRIC VON
MELNIBONE oder
DORIAN
HAWKMOON, die ihre Kräfte aus anderen Bereichen schöpfen, oft aus dem
sogenannten Bösen.
Auch
der Humor kommt nicht zu kurz, in Fritz Leibers Erzählungen zum Beispiel und
vor allem bei Sprague de Camp, wie er in seinen Poseidonisgeschichten oder im
Schmetterlingsthron beweist.
John
Brunners SCHWARZER WANDERER ist wiederum ein anderer Typ, noch weniger
menschlich als Moorcocks Gestalten.
Eine
breite Skala von Helden, aber wie sieht es mit den Heldinnen aus?
In
den CONAN-Stories haben wir schöne Sklavinnen, eine Piratenkönigin, eine Söldnerin. Conan ist ihnen allen nicht abhold, aber allzusehr belasten sie seine Erinnerung
nicht. Das ist bei den meisten der umherziehenden Helden der Fall. Es gibt
Hexen, natürlich Königinnen (die in der Regel in Schwierigkeiten sind, so daß
der Held gerade zu rechten Zeit kommt, um heldenhaft einzugreifen), doch nur
wenige werden wirklich eigene Persönlichkeiten, und selbst dann spielen sie nur
eine Rolle, die dem Helden Möglichkeit zur Entfaltung gibt.
Nur
C. L. Moore gelang in den dreißiger Jahren die Gestaltung einer eigenständigen
Heldin, Jirel von Joiry, die sich wie ihre männlichen Kollegen mit einer Klinge
zu behaupten wußte.
Als
ich mich daran machte, The Year Of The Unicorn zu schreiben, wollte ich mich mit
dem Thema der Schönheit und der Bestie auseinandersetzen. Ich hatte bereits mit
ein paar Heldinnen experimentiert, etwa die Hexe Jaelithe oder Loyse von Verlane.
Aber ein ganzes Buch von weiblicher Warte aus zu schreiben, war etwas anderes.
Es faszinierte mich, doch die Leserreaktion war recht gemischt. Ich bekam viele
Briefe von Leserinnen, die von Gillan begeistert waren, und ich habe welche von
männlichen Lesern, die ihr nichts abgewinnen konnten.
Es
ermutigt mich aber für einen zweiten Versuch, die Zauberin Kaththea, die Heldin
dieses Buches. Und seither habe ich mehrere Stories geschrieben, sowohl über
die Hexenwelt als auch über andere Welten, in denen weibliche Gestalten die
Hauptrollen spielten. (Hertha aus der Novelle Die Kröten von Grimmerdale ist
ein Beispiel.) Es gibt wohl kaum ein anderes Genre, das die Vorstellung so sehr erweitert wie die Fantasy. Die Figuren, Farben und Geschehnisse bleiben lange im Gedächtnis haften. Und wie großartig wäre es, wenn Weltentore existierten und wir könnten durch sie hindurch schreiten nach Mittelerde, oder Kavins Welt, oder Atlantis und zu all den anderen erdachten Reichen! So bleiben uns nur die Fenster, durch die wir hineinblicken können ... Mit Kaththea tritt in unserer TERRA-FANTASY-Reihe die erste Fantasy-Heldin in den Vordergrund. Und sie wird nicht die einzige bleiben. In einem der nächsten Bände von Robert E. Howard stellen wir Ihnen die Schwarze Agnes vor, Agnes De La Fere, eine französische Kriegerin aus der Zeit der Renaissance. Aber auch Andre Nortons Gillan, Catherine L. Moores Jirel und Robert E. Howards Rote Sonya werden in unserer Reihe keine Unbekannten bleiben. |
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