Terra Fantasy 13

Die Götzen erwachen

  • Originaltitel: WHEN THE IDOLS WALKED

  • Autor: John Jakes

  • Aus dem Amerikanischen von Lore Straßl

  • Titelbild: ?

Abenteuer aus dem Zeitalter des Blutes und der Magie

Der Weg, der aus den nördlichen Steppen in den tiefen Süden führt, ist voller Tücken und Gefahren. Brak, der flachshaarige Barbar, der diesen Weg beschreitet, weiß das längst aus eigenem schmerzvollen Erleben. Doch der junge Krieger läßt sich nicht beirren. Braks Sehnsucht, die legendäre Pracht und die Wunder des Goldenen Khurdisan zu schauen, ist stärker als alles, was auf der Straße nach Süden auf den einsamen Wanderer lauert.

Doch die härteste Prüfung für Brak steht noch aus. Sie erfolgt in dem Augenblick, als der Barbar die Stadt an der Doppelbucht erreicht. Ein unerbittlicher Kampf zwischen zwei Völkern entbrennt - ein Kampf, den Kräfte aus dem Jenseits zu entscheiden versuchen.

Vorwort Hugh Walker:

Es bedarf nicht unbedingt eines barbarischen Helden für eine gute Schwert-und-Magie-Geschichte. Der Graue Mausling, Jirel oder Kull beweisen es. Solomon Kane sicherlich auch.

Wohl aber muß der Held, wenn wir das Abenteuer aus seiner Sicht erleben, jenes noch magisch-mystische Weltverständnis besitzen, das für eine Fantasy-Story wichtig ist.

In den beiden Jahren (Mai 1963 bis Januar 1965), da der Hauptteil der Brak-Saga in dem Magazin FANTASTIC erschien, fand sie viel Anklang bei der Leserschaft. Die Figur des Brak erhitzte die Gemüter auf den Leserkontaktseiten. Da waren die einen, die Brak für eine blasse Imitation von Howards übermenschlicher Heldengestalt Conan hielten, und die anderen, die Brak im Gegensatz zu Conan nicht für einen Barbaren hielten - edler, menschlicher und mit mehr Bereitschaft, seine Probleme nicht allein mit dem Schwert zu lösen. Sie nannten Brak einen zivilisierten Abenteurer in den Kleidern eines Barbaren.

Die Herausgeber meinten, Brak wäre vielleicht ein kleiner Junge - der ewig kleine Junge in uns allen, der davon träumt, Bösewichtern das Hnadwerk zu legen, Ungeheuer zu bekämpfen, Schätze zu finden, schöne Frauen aus großen Gefahren zu befreien und dann edelmütig allem zu entsagen, um auf neue Abenteuer auszuziehen. Khurdisan mag der Gral sein, den Brak gar nicht finden möchte - denn dort könnte er plötzlich erwachsen werden und hätte genug damit zu tun, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Auch John Jakes selbst nahm Stellung. Er schrieb damals:

"Ein Autor sollte sich zwar nicht auf eine - noch dazu briefliche - Argumentation über seine Werke einlassen, aber ich kann der Versuchung nicht widerstehen.

Es ist in der Tat etwas Gralhaftes an Khurdisan. Aber ich weiß ja auch, was mit Brak geschehen wird, wenn die Zeit für sein letztes Abenteuer kommt. Ich weiß bereits, ob er Khurdisan erreichen wird oder nicht. Das wird alles in der letzten Story erzählt, die über Brak veröffentlicht wird, eine Story mit dem Titel "Die Schlacht um die Welt (THE BATTLE FOR THE WORLD).

Was ist nun Brak?

Ich selbst nenne ihn einen "Barbaren", der er sicherlich von Geburt und Erziehung ist. Je vertrauter er mir wird, desto mehr erkenne ich, daß er eine ganze Menge gelernt hat.

Und ich möchte darauf hinweisen, daß Brak es ist - mit seinem Mut und seinen einfachen Vorstellungen von Ehre -, der von Schurken immer wieder Barbar oder Fremdling genannt wird.

Es besteht kein Zweifel, daß Brak in diesen Dingen hoffnungslos altmodisch ist und sich unbehaglich fühlt in einer Welt wohlhabender, intrigierender Höflinge und Adliger, die es meisterhaft verstehen, sich nicht nur menschlicher Hilfe zu versichern, wenn es gilt, ihren Nebenbuhlern eins auszuwischen.

Ich mag ihn jedenfalls. Und finde es erfreulich, daß sich die Leserschaft so argumentativ seiner annimmt."

Zweifellos ist es eine Frage, die viele Brak-Fans bewegt:

Wird Brak Khurdisan erreichen?

Ja und nein, erklärt John Jakes geheimnisvoll. Mit mehr rückt er nicht heraus, außer daß die allerletzte Brak-Story festgelegt ist, verschlossen in einem Kuvert und für den Nachlaß gedacht, sollte, so Jakes, ein tollwütiger Drache oder ein böser Zauber seinem Dasein vorzeitiges Ende bereiten.

Ein Interessantes Detail vielleicht noch am Rande. Der für Brak so charakteristische Zopf und der Schwanz an seinem Löwenfell waren nicht John Jakes Einfall, sondern entstammen dem Pinsel eines Zeichners, Vernon Kramer, der das Titelbild zur ersten Brak-Story (DEVILS IN THE WALLS, Fantastic, Mai 1963) anfertigte, John Jakes behielt diese originellen Beschreibungmerkmale bei.

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