Terra Fantasy 12

Ritter des schwarzen Juwels

1. Roman des Runenstab-Zyklus

  • Originaltitel: THE JEWEL IN THE SKULL

  • Autor: Michael Moorcock

  • Aus dem Amerikanischen von Lore Straßl

  • Titelbild: ?

Der Runenstab

Sein Ursprung liegt tief im Dunkel der legendären Vergangenheit verborgen, denn er entstand zu einer Zeit, als die Erde noch jung war. Doch über Äonen hinweg, über Zeiten und Räume, wirkt der Runenstab auf ganze Völker ein und beeinflußt auch entscheidend die Schicksale einzelner Menschen.

Dies gilt besonders für DORIAN HAWKMOON, den tapferen Krieger und Ehrenmann, der durch das Wirken des schwarzen Juwels in einem schändlichen Verräter verwandelt werden soll -

KÖNIG HUON, der machtbesessene Herrscher des Dunklen Imperiums -

GRAF BRASS, den Lord Protektor der Kamarg, der es wagt, dem Dunklen Imperium den Kampf anzusagen, und

BARON MELIADUS, König Huons Abgesandten, den die Rachsucht zu seinen Taten treibt.

Mit RITTER DES SCHWARZEN JUWELS wird hier der erste Roman des "Runenstab-Zyklus" vorgelegt.

Vorwort Hugh Walker:

Anfang der sechziger Jahre begann Michael Moorcock die ersten Stories um Elric von Melniboné - für das englische Magazin SCIENCE-FANTASY zu schreiben, dessen Herausgeber Ted Carnell Stories in Howard-Manier suchte. Seit geraumer Weile brachte das amerikanische Magazin FANTASTIC UNIVERSE Material von Howard, zum Teil noch unveröffentlichte, von de Camp überarbeitete Sachen. Etwa gleichzeitig erschienen die Gnome-Press-Buchausgaben der CONAN.Stories, und es sah Anfang der sechziger Jahre so aus, als stünde ein allgemeines Fantasy-Revivel vor der Tür. (1963 erschien in FANTASTIC die erste Brak-Story von John Jakes, im Novenber 1959 seit fast zehn Jahren wieder die erste Fafhrd-und-Mausling-Story. 1963 erschien auch die erste einer Reihe von Anthologien über Schwert-&-Magie unter dem Titel SWORDS AND SORCERY von L. Sprague de Camp.

Moorcock machte sich daran, einen Helden zu ersinnen, der sich wesentlich von den übrigen Schwert-und-Magie-Helden unterschied. Die Erzählungen sollten das Vehikel für seine ureigensten "ernsthaften" Ideen sein. Obwohl dies weitgehend gelang, wurden die Stories der Howard-Kategorie zugeordnet, und Moorcocks angestrebte Eigenständigkeit wurde schmerzlich untergraben.

Es ist wohl ein allgemeiner Trend, um den Verkaufserfolg zu sichern, daß man neue Autoren in bewährte Kategorien drängt, etwa in die Tolkiens oder Howards oder Burroughs.

Für manche trifft dies zu, für John Jakes Brak sicherlich, für Henry Kuttners Atlantis-Erzählungen, für manche Lin Carters Romanen. Und in diesen Werken wurde ja bewußt versucht, die Tradition eines Howard oder Burroughs fortzusetzen.

Aber nicht Moorcock.

siehe auch Michael Moorcock

Moorcock jeweils vier- bis sechsbändige Serien um Corum, Elric oder Hawkmoom und Graf Brass sind miteinander verflochten - in einem vieldimensionalen Kosmos, in dem die Handlung vom Anfang bis zum Ende der Zeiten reicht und sich um zwei zentrale Themen rankt:

das des ewigen Helden

und das des Kampfes, den er in seinen vielen Gestalten führt - des Kampfes zwischen Ordnung und Chaos.

Von allen seinen Serien hat mich jene um Dorian Hawkmoon, den Herzog aus Köln, am seltsamsten berührt, vielleicht weil seine groteske Welt die Erde mit wundersam veränderten Namen ist.

Vertraut und doch so fremd ...

Lesen Sie, und Sie werden sehen, was ich meine!

weiter
    weiter