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Terra Fantasy 10 Bruder des Schwertes
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Abenteuer auf der Erde und der VenusDonald A. Wollheim gehört als Redakteur, Autor, Herausgeber und Verleger zu den internationale bekannten Persönlichkeiten, die sich nicht nur der SF, sondern auch der Fantasy verschrieben haben. In dieser Anthologie stellt er die phantastischen Kurzromane dreier Autoren vor. Poul Anderson, Bruder des Schwertes Die Geschichte von dem Mann, der die Musik der Götter wieder ertönen läßt. Otis Adelbert Kline, Im Dschungel der Venus Die Geschichte von der suche des Venusfliegers Leigh Brackett, Das Mondfeuer Die Geschichte von den Menschen, die im Mondfeuer das Glück und die Erfüllung ihres Lebens suchen Vorwort Hugh Walker:Menschen kämpfen ums Überleben aus einer Erde ohne Rotation! Ein Wissenschaftler versetzt sich in das Gehirn eines Venusbewohners! Radioaktive Trümmer eines Mondes vermitteln ungewöhnliche Kräfte! In jeder der drei Stories der vorliegenden Anthologie finden wir ein mehr oder minder starkes Science-Fiction-Element, das die Szenerie festlegt. Man könnte sie also als Science-Fiction-Stories bezeicnen. Und dennoch ... Wenn wir sie genauer betrachten, finden wir, daß diese pseudowissenschaftlichen Elemente nur am Rande eingestreut sind, oder die kurze Einleitung bilden, die es dem Autor ermöglicht, rasch zu dem überzugehen, was er im Sinn hat - Abenteuerstories in bizarrer Umwelt, voll von romantischem Mystizismus, wie er so charakteristisch für die Fantasy ist. Alle drei Stories sind im Grunde Nachläufer der Wissenschaftlichen Romanze, wie sie bereits vor den zwanziger Jahren in den Munsey-Magazinen THE ALL-STORY MAGAZIN,THE CAVALIER AND THE SCAP BOOK, THE ARGOSY und anderen veröffentlicht wurde. Edgar Rice Burroughs Roman "Under the Moons of Mars" brachte diesen Kompromiß zwischen Science-Fiction und populärer Abenteuerliteratur, der die Phantasie des breiten Leserpublikums wie nie zuvor zu beflügeln vermocht, ins Rollen. Und berühmte Kollegen griffen die Formel auf, Georg Allan England, Charles B. Stilson, Francis Stevens, Ray Cummings, Abraham Merritt und Murray Leinster, um nur ein paar zu nennen. Leinsters berühmter Roman aus dieser Zeit (1920, um genau zu sein), THE MAD PLANET, ist übrigens auch bereits Ende der fünfziger Jahre in deutscher Sprache erschienen, und zwar als UTOPIA-Großband unter dem Titel "Der vergessene Planet". Die Geschichte des Überlebenskampfes auf einer Welt riesiger Pflanzen und Insekten. Otis Adelbert Kline´s "Im Dschungel der Venus" erschien erstmals im AMAZING STORIES in der Dezemberausgabe 1933. Bereits 1929 begann Kline, Burroughs Stil und Ideen zu kopieren. Das führte zu einem mehrere Jahre währenden literarischen Gefecht. 1929 erschien Klines Roman "The Planet of Peril", ein Venus-Roman ganz in Burroughs-Manier. Er war so erfolgreich, daß 1930 eine Fortsetzung folgte. "The Prince of Peril". 1931 zwei Tarzan-Imitationen "Tam, Son of the Tiger" und "Jan of the Jungle". Da es auch ein Kampf um den Markt war, bedeutete es ein Ringen um die Popularität. Aufgestachelt erwiderte Burroughs mit "Pirats of Venus", mit dem er Klines Venus-Roman übertrumpfte. Fortsetzungen folgten, auf die Kline mit Mars-Romanen erwiderte. Das Tauziehen währte bis 1935, als Klines Popularität schwand. Er zog sich vom Schreiben zurück und gründete eine literarische Agentur, die jahrelang auch Robert E. Howards Nachlaß verwaltete. Leigh Bracketts Story "Das Mondfeuer" erschien im Oktober 1948 in THRILLING WONDER STORIES, einem SF-orientierten Magazin. Die meisten ihrer romantisch-abenteuerlichen Romane und Novellen, zum größten Teil auf Mars und Venus angesiedelt, erschienen in den vierziger Jahren und Anfang der fünfziger Jahre, darunter auch die dem deutschen Leser nicht mehr unbekannte Novelle "Die Venushexe" (LORELEI OF THE RED MIST), die sie mit Ray Bradbury zusammen schrieb. Wie ihr Mann, Edmond Hamilton, war auch sie in frühen Jahren ein Edgar-Rice-Burroughs-Fan gewesen, was nicht ohne Einfluß blieb. In den fünfziger Jahren galt ihr Interesse Hollywood, und sie schrieb Drehbücher und Filmromane, unter anderen zu HATARI und RIO BRAVO. Erst in den sechziger Jahren kehrte sie wieder zur Science Fiction zurück. Seither erschienen nach und nach eine Reihe von Romanen um den Serienhelden Eric John Stark, die trotz ihrer mehr oder minder starken Science-Fiction-Elemente für den Fantasie-Fan von Interesse sind. Einiges ist auch in deutscher Sprache erschienen, darunter "Das Vermächnis der Marsgötter" (THE SWORD OF RHIANNON), "Krieg der Unsterblichen" (THE SECRET OF SINHARAT) und "Revolte der Verlorenen (ENCHANTRESS OF VENUS). Poul Andersons "Bruder des Schwertes" ist die späteste der drei Stories. Sie erschien im november 1951 in PLANET STORIES, einem Pulp-Magazin, das bis in die fünfziger Jahre an der Formel der wissenschaftlichen Romanze festhielt. Was aber mehr und mehr in den Vordergrund trat, war das Element der Space-Opera, des Weltraumabenteuers mit seinen Sternenkönigreichen, feudalen Zivilisationen und den immer erfolgreichen Ingredienzen der Romanze: Held, Schurke, schönes Mädchen, Kampf etc. Poul Anderson ist vor allem dem Science-Fiction-Leser ein Begriff. Bereits in den fünfziger und sechziger Jahren erschienen viele seiner Romane im Deutschen, darunter "Die Macht des Geistes" (Brain Wave) und "Planet der Amazonen" (Virgin Planet). Als Sohn dänischer Eltern beeinflußten ihn die nordischen Sagen stark. Er übersetzte aus dem Altnordischen und schrieb eine Reihe von historischen Romanen. Unter seinen Fantasy-Werken sind vor allem zu nennen: THE BROKEN SWORD und HROLF KRAKI´S SAGA, die in der Ballantine Adult Fantasy Serie erschienen. Die vorliegende Novelle kommt der typischen Schwert-&-Magie-Erzählung in dieser Anthologie am nächsten. Zwei weitere Fantasy-Stories sind in anderen Anthologien in deutscher sprache erschienen: "Der Mann, der zu früh kam" (THE MAN WHO CAME EARLY) und "Der mut des Cappen Varra" (THE VALOR OF CAPPEN VARRA). Donald A. Wollheim, der Herausgeber dieser Anthologie, ist selbst Autor (Mike Mars Serie, Das Geheimnis der Saturnringe). Er schrieb auch unter dem Pseudonym David Grinnell und war langjähriger Herausgeber der Science-Fiction-Reihen von ACE-Books. Viel Fantasy-Material wurde unter seiner Herausgeberschaft veröffentlicht. Seit 1972 gibt er seine eigene Taschenbuchreihe, DAW-Books, heraus, in der nun vier Titel pro Monat erscheinen, unter anderem die Gor-Serie von John Norman und die Witch World Bände von Andre Norton. |
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