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Terra Fantasy 1 Schiff der Seelen
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Brak, der BarbarEr lebt in den nördlichen Steppen seiner Welt, bis seine Stammesgenossen ihn aus der Gemeinschaft der Krieger ausstoßen, weil er den Göttern seines Volkes die notwendige Ehrerbietung versagt. Jetzt ist Brak, der flachshaarige, muskulöse Barbar, auf dem Weg in die südlichen Länder. Die Worte eines alten Schamanen, der von den Wundern und den Reichtum des Südens sprach, haben den jungen Krieger zutiefst beeindruckt. Brak will selbst sehen, was es mit dem Goldenen Süden auf sich hat. Brak fürchtet keine Gefahren, solange er das Schwert an seiner Seite weiß. Er hat ein Kämpferherz, und er ist im Kriegshandwerk geübt. Noch ahnt er nicht, daß es dunkle Mächte gibt, denen mit dem Schwert allein nicht beizukommen ist. Doch er erfährt es inmitten von Not, Tod und unsäglichem Grauen, inmitten von düsteren Verliesen und Manifestationen schwarzer Magie. Dennoch geht der Barbar unbeirrt seinen Weg - ihn lockt der Süden, das Goldene Khurdisan. Vorwort Hugh Walker:Lieben Sie das Phantastische? Das heroische Abenteuer? Hat Ihnen Robert E. Howards Conan gefallen? Oder Fritz Leibers Schwerter-Zyklus? Oder J. R. R. Tolkiens Herr der Ringe? Oder Dragon, die erste deutsche Fantasy-Serie? Wenn ja, dann wird unsere Fantasy-Taschenbuchreihe, von den Sie nun den ersten Band in den Händen halten, sicherlich Ihr Herz höher schlagen lassen. Denn das ist es, was wir Ihnen hier und mit den kommenden Bänden bieten wollen: Türen in wilde, prunkvolle, glitzernde Welten der Phantasie. Jeder Band öffnet Ihnen solch eine Tür - in die Vergangenheit, in die Zukunft, in andere Dimensionen. Fantasy ist nichts Neues. Fantasy ist so alt wie die Menschheit selbst. Sie ist in den Sagen und Märchen aller Völker, in den Mythen und Überlieferungen - denn die Glorifizierung und Ausschmückung der Wahrheit ist bereits ein erster Schritt zur Fantays. Manches Stück Jägerlatein oder Seemannsgarn wird Sindbads Abenteuer in den Schatten stellen. Früher, als die Welt noch kleiner war, das Reisen beschwerlicher und die Bereitschaft zum Aberglauben größer, da waren ferne Länder die Phantasiewelten, in denen magische und mystische Dinge geschahen, von denen Menschen träumten oder Barden und Gaukler an fürstlichen Höfen berichteten. Denken wir an die Abenteuer des Odysseus oder an Sindbads Seefahrten. Aber wir dürfen diese Erzählungen auch nicht einfach als phantastische Geschichten abtun, denn es handelt sich dabei nicht um bewußt phantastische Dichtung. Die phantastischen Elemente resultieren weitgehend aus dem begrenzten Weltverständnis früherer Zeiten heraus. Die Mystifizierung erfolgte durch ein uns heute magisch anmutendes Verständnis der dinge. Erkenntnisse wurden mühsam gewonnen, die Wahrheit oft mit Blut bezahlt. Selbst die sogenannte Wissenschaft mußte in jenen Zeiten wie Hexerei anmuten. Nach und nach aber schrumpfte die Welt und wurde überschaubar. Das Phantastische konnte bald nur noch in wenigen Gegenden glaubhaft angesiedelt werden - im Inneren des Schwarzen Kontinent, in Indien und anderen Flecken im Herzen der großen Kontinente, woher es noch wenig Berichte gab, und sie waren bereits wundersam genug. Anfang unseres Jahrhunderts, als es schien, als würden auch die letzten großen Geheimnisse fallen, als die Zeit der individualistischen Abenteuer vorbei schien, da öffnete eine junge, spekulative Literatur neue Wege, schuf neue Welten für das heroische, phantastische Abenteuer. Noch niemand hatte den Boden des Mondes oder der Planeten betreten. Über sie konnte man noch träumen. Daran vermochte auch immer größer und aufwendiger werdende Teleskope nichts ändern. Erst Mondflug und Raumsonden beraubten die phantastischen Spekulationen ihrer Grundlage. Die moderne Fantasy ist weniger bedacht auf Glaubhaftigkeit und Realitätsbezogenheit. Wenn sie eine Welt braucht, so schafft sie eine. Vielleicht in der Vergangenheit, vielleicht in der Zukunft oder in einem parallelen Universum; vielleicht aber auch wissen wir gar nicht, wo sie ist. Es ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist vielmehr das Abenteuer, der freie Fluß der Phantasie und blutvolle Gestalten, die uns mitempfinden lassen. Öffnen wir also die ersten Türen. Vor uns liegt Braks einfache Welt mit den hohen kalten Steppen im Norden und dem tropischen Khurdisan im Süden. Brak ist der ewige Wanderer, der Barbar, der in die Zivilisation vorstößt. Er ist damit ein naher Verwandter Conans, des Cimmeriers. Aber Braks Welt ist einfacher, sein Weg geradliniger. Nur eine kraft treibt ihn, der Traum von den Wundern und Reichtümern und dem ewigen Sommer Khurdisans. Sein Weg bringt ihn in Konflikt mit Ungeheuern, mit Menschen und sogar mit den Göttern seiner Welt. Seine Abenteuer sind aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur. Und manch kostbare ist dabei. Ebenso wie die Conan-Stories gehören Braks Abenteuer einer Literaturgattung an, die Fritz Leiber, selbst ein erfolgreicher Autor des Genres, mit dem Etikett Sword and Sorcery versehen hat (Schwert-und-Magie-Erzählungen). Eine Mischung von historischen bzw. pseudohistorischen Abenteuergeschichten und übernatürlichen Elementen, wie sie Robert E. Howard erstmalig im größerem Stil mit seinen Storys um Kull von Atlantis und Conan von Cimimeria in den dreißiger Jahren für das Pulp-Magazin WEIRD TALES schrieb. Er fand damit nicht nur viele Anhänger, sondern auch eine ganze Reihe von Nachahmern, die berühmtesten wohl C. L. Moore mit ihren Geschichten von Jirel of Joiry, einer weiblichen Fantasy-Heldin (doch überwiegt hier das übernatürliche Element weitaus im Vergleich zu Howard), und Henry Kuttner mit Elak von Atlantis. Ende der dreiziger Jahre erschien ein meues Fantasy-Magazin, UNKNOWN WORLDS, in dem die ersten Stories von Fafhrd und dem Grauen Mausling veröffentlicht wurden, die Wan-Tengri-Romane von Norwell W. Page und die Harold-Shea-Geschichten von L. Sprague de Camp und Fletcher Pratt, neben vielen anderen. Mit der Veröffenlichung der gesammelten Conan-Bände bei Lancer Books begann in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre eine neue Fantasy-Welle. Neue Autoren wandten sich dem Genre zu. Lin Carter, Gardner F. Fox, Michael Moorcock, Andre Norton, Jack Vance, John Jakes und viele andere. Heute ist das Fantasy-Angebot nur noch schwer überschaubar. Wir werden uns jedoch bemühen, in unserer Reihe eine gute Auswahl zu bringen, von den dreiziger Jahren bis zu den siebziger Jahren, und mancher Reiz mag in dieser Gegenüberstellung liegen. Die vorliegenden drei Novellen von Brak, dem Barbaren, erschien erstmals gesammelt in der Ausgabe BRAK THE BARBARIAN bei Avon Books 1968. Nur eine Story, "Geister im Stein", ist älteren Datums (1965). BRAK THE BARBARIAN ist der erste von nunmehr drei amerikanischen Bänden über Brak. Als John Jakes in den sechziger Jahren seine ersten Brak-Geschichten schrieb, tat er es aus einem sehr persönlichen Motiv heraus: Er fand, daß es zu wenig Schwert-und-Magie-Erzählungen gab, daß mit Howards Tod und dem allgemeinen Trend zur Science-Fiction hin eine breite Lücke geblieben war. Diese Lücke wollte er füllen helfen, und so entstand Brak mit dem Löwenfell und dem gelben Zopf und dem Traum vom Süden. Und nun viel Spaß. Vor Ihnen ist die erste der versprochenen Welten. |
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